Der Nordhang des Breitesattels ist geprägt von zweigeschossigen Einfamilien- und Doppelhäusern aus den 1920er- und 1930er-Jahren – umgeben von lebendigen Gärten und in unmittelbarer Nähe zum Waldrand. In diesem Quartier mit hoher Wohnqualität steht an der geschwungenen Tobelstrasse, gegenüber der Einmündung des Rehwegs, eines der wenigen Mehrfamilienhäuser: ein 1927 vom Architekten E. Friedrich erbautes Doppel-Mehrfamilienhaus.
Das Wohnhaus gilt als gutes Beispiel der lokalen Gartenstadt-Architektur der Zwischenkriegszeit und orientiert sich am Repertoire des gemässigten Heimatstils. Entsprechend sorgfältig ist seine Erscheinung gestaltet: Die strassenseitige Fassade zeigt ein Hochparterre und eine symmetrische Gliederung mit drei Fensterachsen. Ein mittig gesetzter Standerker mit Balkon und
Der Nordhang des Breitesattels ist geprägt von zweigeschossigen Einfamilien- und Doppelhäusern aus den 1920er- und 1930er-Jahren – umgeben von lebendigen Gärten und in unmittelbarer Nähe zum Waldrand. In diesem Quartier mit hoher Wohnqualität steht an der geschwungenen Tobelstrasse, gegenüber der Einmündung des Rehwegs, eines der wenigen Mehrfamilienhäuser: ein 1927 vom Architekten E. Friedrich erbautes Doppel-Mehrfamilienhaus.
Das Wohnhaus gilt als gutes Beispiel der lokalen Gartenstadt-Architektur der Zwischenkriegszeit und orientiert sich am Repertoire des gemässigten Heimatstils. Entsprechend sorgfältig ist seine Erscheinung gestaltet: Die strassenseitige Fassade zeigt ein Hochparterre und eine symmetrische Gliederung mit drei Fensterachsen. Ein mittig gesetzter Standerker mit Balkon und konkavem Geländer sowie eine darüberliegende Giebellukarne prägen das Bild, während die seitlich angeordneten Eingänge die Südfassade ruhig und klar wirken lassen. Das prägnante einheitliche Erscheinungsbild unterstreicht die Qualität des Bauwerks innerhalb seines architektonischen Kontexts.
Knapp hundert Jahre später umfasst unser Auftrag die erste umfassende Instandsetzung des Gebäudes und seiner Umgebung. Die Arbeiten beinhalten die Erneuerung von Küche und Nasszellen, den Ersatz der Gebäudetechnik, die Erweiterung der privaten Aussenräumen sowie die Verbesserung der Energieeffizienz der Gebäudehülle. Ehemalige Werkstätten und Waschküchen werden zu zwei kleinen Gartenwohnungen umgenutzt.
Die Instandsetzung folgt einer präzisen Auseinandersetzung mit dem Bestand. Sie versteht sich als behutsame Weiterführung der Geschichte des Hauses – mit dem Ziel, seine architektonische Qualität und stille Präsenz zu bewahren.
wenigerLeistungen
- Machbarkeitsstudie
- Projekt- und Bauleitung
Adresse
Tobelstrasse 16-18, Winterthur
Auftraggeberin
Schwab & Kuster AG, Winterthur
Instandsetzung, Umnutzung und Anbau
2022 – 2026
Mitarbeitende
Inés Izquierdo, Daniel Gautschi, Andreas Madianos, Danai Tsakoumaki, Leonie Frommenwiler und Jeremiah Schwery
Fachplanung
Hochkant Bauingenieure AG, eik-engineering ag, planerteam GmbH, Grünklang GmbH, brauneroth ag und ateliersurface.Köller